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SEO-Suchmaschinenoptimierung-bei-Google

Um eine Webseite erfolgreich im Internet zu publizieren, bedarf es einiges an Wissen und Arbeit in Bezug auf optimierte Texte und Seitenstrukturen. Experten reden immer von der sogenannten Suchmaschinenoptimierung, im Englischen auch SEO – Search Engine Optimization genannt.

Einige unter euch werden sich nun vielleicht fragen: Warum soll ich meine Webseite überhaupt für Suchmaschinen wie Google oder Bing, etc. „optimieren“? – Oder wie es eine meiner Teilnehmerinnen im Vortrag wunderbar formulierte: „Soll ich jetzt Texte für meine Kunden, oder für Google schreiben?“

Diese Frage möchte ich mit einer Gegenfrage beantworten: Warum hast du überhaupt eine Webseite?

  1. Möchtest du damit deine Bekannten und Freunde beeindrucken und ihnen die URL der Webseite geben?
  2. Oder möchtest du auch fremden Menschen dein Anliegen damit näher bringen? Egal ob du einen privaten Blog betreibst, als Verein Mitglieder suchst, oder als Selbstständiger oder Unternehmen neue Kunden suchst.

Fällt deine Antwort auf Punkt 2, dann ist die Antwort gegeben: Du findest neue Betrachter deiner Webseite hauptsächlich über Social Media Plattformen oder Suchmaschinen. Damit Suchmaschinen es gut mit dir meinen und vielen Benutzern deine Webseite auf den ersten Seiten präsentieren, musst du deine Webseite dafür optimieren. Für diese UND natürlich für deine Kunden. Das schliesst sich nicht gegenseitig aus! 😉

 

 

SEO und seine Wichtigkeit

Blicken wir ca. 20 Jahre zurück, dann wird man den Begriff Suchmaschinenoptimierung wahrscheinlich noch gar nicht irgendwo in Büchern, Blogs und anderen Medien finden. Als Google 1997 als Nachfolger von BackRub an den Start ging, gab es zwar auch schon gewisse Regeln, wie wann und welche Suchtreffer oben in der Liste erschienen, aber die Anzahl der vorhandenen Suchbegriffe im sogenannten Index (so nennt man den „Datentopf“ in dem sich die ganzen extrahierten Begriffe von allen durchsuchten Elementen befinden) war noch verhältnismässig klein. Und die Technik, die für dieses sogenannte Ranking (was soll an welcher Stelle in der Trefferliste erscheinen) verantwortlich war, hatte noch ein ganz anderes Verfahren als heute.

Heute, im Jahre 2018, gibt es etwas 2.14 Milliarden Webseiten weltweit. Wow! Selbst wenn wir davon ausgehen würden, dass davon mindestens die Hälfte einfach nur Webseiten ohne sinnvollen Inhalt sind, bleiben mehr als 1 Milliarde Webseiten, deren Inhalt mit dem Inhalt deiner Webseite konkurrieren könnten.

OK, jetzt wirst du sagen: „Ich bin ja in der Schweiz, was interessiert mich die USA, Asien, oder Afrika?“ – Kein Problem, schauen wir uns mal nur die Schweiz an: In der Schweiz gibt es im Jahr 2018 ungefähr ca. 1.24 Millionen registrierte Webseiten (Domainendung .ch). Wenn man sich nun die Trefferliste einer Google-Suche z.B. anschaut, dann passen da genau 10 Ergebnisse (kann man manuell auf 50 erhöhen, macht aber kaum jemand) drauf.

Klar, worauf es hinaus läuft? Wenn du noch nicht überzeugt bist: Wie viele Seiten blätterst du ungefähr in den Suchergebnissen weiter (ganz ehrlich)? Statistisch gesehen sind es im Schnitt maximal 2-3. Rein rechnerisch hat man also einen Schnitt von ca. 20-100 Suchergebnissen, unter denen man sich mit seinem Anliegen einreihen sollte, damit man „gefunden“ wird. Gegenüber 1.2 Millionen Webseiten in der Schweiz und ca. 2.14 Milliarden weltweit. Und damit das funktioniert, muss man sich an die „Spielregeln“ von den verschiedenen Suchmaschinen halten. Und genau deshalb ist diese Suchmaschinenoptimierung – das SEO – so wichtig!

 

Google-suche

 

SEO ist kostenlos – aber arbeitsintensiv

In den letzten Jahren, mit mehr und mehr Zuwachs an Webseiten und mit den immer wieder ändernden Spielregeln der Suchmaschinen (hauptsächlich Google), ist der Begriff SEO auf einmal wie ein Phoenix aus der Asche gestiegen und längst zu einem legendären Buzzword (kurze prägnante Phrase mit meist mehrdeutiger oder gar nicht so wichtiger Bedeutung ;-)) geworden. Und mit jedem neuen Buzzword lassen sich mehr und mehr Menschen von dessen Wichtigkeit überzeugen, es lässt sich eine Menge Geld mit dem Unwissen vieler verdienen und jeden Tag entstehen weitere Startups, die sich genau darauf spezialiseren. Such mal nach „SEO“ und du wirst sehen, was ich meine.

SEO an sich muss nichts kosten und auch die Suchmaschinenbetreiber selber nehmen kein Geld dafür, dass sie deine Webseite auf den vordersten Seiten listen (innerhalb der regulären Ergebnisliste, hier sind nicht die AdWords gemeint). Was es aber auf jeden Fall bedeutet: Arbeit! Nicht nur einmal, sondern immer und immer wieder. Wenn du dauerhaft auf den vordersten Rängen von Trefferlisten sein willst, dann musst du ständig etwas tun. Und du musst das was du tust sorgsam tun. Irgendwann bekommst du Routine. Dann wird es einfacher und weniger Arbeit. Aber es ist definitiv fortwährend mehr Arbeit, als du dir vielleicht bisher mit deiner Webseite gemacht hast. Die Gleichung dabei lautet: Mehr Arbeit – Mehr Erfolg – Weniger oder keine Kosten. Hört sich doch gar nicht so schlecht an, oder?

SEO – Ein wichtiger Aspekt dafür

Bevor wir ins die Details gehen, solltest du folgenden sehr wichtigen Aspekt wissen:

In Google findet man keine Webseiten! Man findet nur einzelne Webseiten! – Was? Tippfehler? – Nein, hier haben wir ein kleines Problem unserer deutschen Sprache. Im englischen hätte ich schreiben können: On Google, you won’t find Websites – you only can find Webpages. – Und damit wird die Aussage klarer. Wir sagen im Deutschen oft zu einer Website Webseite und zu einer Webpage auch Webseite. Daher empfehle ich hier immer die englischen Begriffe zu nehmen. Denn deine Website besteht wahrscheinlich wie die meisten aus mehreren Pages (einzelne Inhaltsseiten). Das bedeutet, jemand hat nicht deine Website gefunden, hat er in Wirklichkeit nur deine Startseite oder eine deiner anderen Pages in den Suchresultaten angezeigt bekommen. Fazit davon ist: Zum einen musst du die Optimierung für jede einzelne Seite (Page) deiner Webseite vornehmen, zum anderen musst du schauen, dass jemand sehr leicht von dieser Seite dann auch auf die anderen Seiten deines Webauftritts kommt (die sogenannte On-Page-Navigation).

 

 

SEO – Das Problem mit der Suche

In meinen Vorträgen höre ich des öfteren: „Meine Webseite wird schon gut gefunden. Ich brauche da nichts extra zu machen“. – Dann runzele ich immer provokativ die Stirn und frage: „OK, das ist toll. Wonach suchen denn die Menschen, die Ihre Webseite finden? Und woher wissen Sie, dass diese Menschen nicht ganz zufällig auf Ihrer Webseite gelandet sind und schnell wieder weg?“ – Die häufigste Antwort auf meine Frage: Betretenes Schweigen.

Eigentlich müsste ich dir als Leser dazu raten, deine Webseite nicht selber zu optimieren. Denn die meisten werden das gar nicht können. Das muss man erst lernen und das Stichwort des Lernerfolgs heisst: Objektivität. Ohne eine solche, ist eine relevante Suche zur Einschätzung der eigenen Webseite gar nicht möglich.